Ambulante Psychiatrische Pflege (APP)

Was Sie bei uns erwartet

Die Ambulante Psychiatrische Pflege ist ein gemeindeorientiertes  psychiatrisches Versorgungsangebot, das durch speziell ausgebildetes Pflegepersonal in der häuslichen Umgebung des Patienten umgesetzt wird. Ziel hierbei ist es, Krankenhausaufenthalte bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen zu verhindern oder zu verkürzen. Die betroffenen Menschen werden für etwa 16 Wochen in ihrem Zuhause unter Einbeziehung ihres sozialen Umfeldes durch unser Fachpersonal gestärkt, unterstützt und begleitet.

Team

Ambulante Psychiatrische Pflege (APP)

Teamleitung
Konstanze Glück-Harris
Fachkrankenschwester für Psychiatrie
Fachkraft für gemeindeorientierte Psychiatriearbeit

stellv. Teamleitung
Katja Banaskiewicz
Fachkraft für gemeindeorientierte Psychiatriearbeit

Leistungsspektrum der APP

Wir ermitteln gemeinsam den benötigten Hilfebedarf. Auf dieser Basis erfolgen

  • Aufbau und Pflege eines Vertrauensverhältnisses, auch unter Einbeziehung der Familie
  • Anregung / Abstimmung therapeutischer, pflegerischer und ergänzender Maßnahmen
  • Erarbeitung der Compliance mit bestimmter Zielsetzung und der daraus folgenden Begleitung und Motivierung
  • Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten / Therapeuten mit  ggf. auch Begleitung und Motivation
  • Hilfe bei Medikamenteneinnahme, ergänzende Beratung und Anleitung zum eigenverantwortlichen Umgang mit Medikamenten
  • Krisenintervention / eruieren krisenauslösender Faktoren
  • gemeinsames Erarbeiten neuer Coping - Strategien und Krisenpläne
  • Aktivierung / Förderung der Alltagsfertigkeiten, Kontaktfähigkeit, Inanspruchnahme sozialer Rechte und Pflichten
  • kognitives und psychisches Training
  • Unterstützung der Selbstreflexion
  • stützende Hilfestellung bei sozialen Kontakten, beruflicher Perspektive und Förderung sinnvoller Beschäftigungs- und Freizeitmöglichkeiten

Integrierte Versorgung

Die integrierte Versorgung ist eine eigenständige Versorgungsform des Gesundheitswesens und gehört auch zu den Leistungen des SGB V. Sie dient dazu, mehrere Leistungserbringer (z. B. Arzt, Psychotherapeut, Ergo- und Soziotherapeut, Klinik u.s.w.) in einem Netzwerk zu verbinden. Hierbei steht der Patient im Mittelpunkt und die Interessen der einzelnen Leistungsbereiche sollten sich idealerweise nach der individuellen Behandlungsnotwendigkeit des Patienten richten.
Insgesamt lehnen sich das Leistungsspektrum sowie das Anmeldeverfahren zur integrierten Versorgung an das Angebot der APP an.

Im Rahmen der Integrierten Versorgung können können Patienten der AOK, der DAK und der BKK VBU über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren erhalten.

Eingliederungshilfe

Die Eingliederungshilfe soll beeinträchtigten Menschen unterstützen, ein eigenständiges selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu gehören sämtliche Sozialkontakte sowie das Ausüben einer Arbeit. Ziel ist es, den behinderten Menschen in die Gesellschaft zu inkludieren.

Anspruch auf Eingliederungshilfe haben Menschen mit einer längeren erheblichen Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten. Diese Beeinträchtigungen müssen länger als sechs Monate bestehen und mit einer genauen Diagnose vom Facharzt belegt werden.
Die Kosten für die Eingliederungshilfe werden über die Sozialleistungen des SGB XII je nach Einkommen erstattet und müssen dort beantragt werden.
Die Eingliederungshilfe wird so lange gewährt, bis die Ziele der Eingliederungsmaßnahme erfüllt sind.

Zur Beantragung der Ambulanten Psychiatrischen Leistungen

Jeder psychisch erkrankte Mensch hat Anspruch auf häusliche Pflege. Wenn die Voraussetzungen für die häusliche Pflege erfüllt sind, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.Gerne beraten wir Sie persönlich zu diesen Fragen.

Für die Inanspruchnahme des ambulanten psychiatrischen Pflegedienstes benötigen Sie eine Verordnung. Die ärztliche Verordnung der psychiatrischen Krankenpflege muss durch einen Vertragsarzt des Fachgebiets Neurologie, Psychiatrie oder Psychotherapeutische Medizin erfolgen. Die Ausstellung durch den Hausarzt erfordert  eine vorherige Diagnosesicherung durch einen der genannten Fachärzte.