Moderne Technik für die Region: Eröffnung der sanierten Endoskopieabteilung
Das GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde investiert weiter in die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung: Für rund 800.000 Euro hat der Schwerpunktversorger bei laufendem Betrieb seine Endoskopieabteilung umfassend modernisiert und am Mittwoch, den 18. Februar, offiziell wieder in den vollen Dienst gestellt. Die Investition in hochspezialisierte Medizintechnik und eine optimierte Infrastruktur dient dazu, die diagnostische Sicherheit und die Hygienestandards für die Patientinnen und Patienten in Brandenburg nachhaltig zu stärken.
Es weht ein frischer Wind durch die Flure der Endoskopie: Nach sechs Monaten intensiver Bauzeit ist die Abteilung kaum wiederzuerkennen. Alles wirkt wieder modern, offen und aufeinander abgestimmt. Die Sanierung der Endoskopie erfolgte bei laufendem Betrieb, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter gewährleisten zu können. Bei einer Endoskopie (Spiegelung) werden die inneren Organe – wie etwa der Magen oder der Darm – mit einer winzigen Kamera an einem flexiblen Schlauch untersucht. Dies ermöglicht es den Ärzten, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder sogar kleine Eingriffe direkt vorzunehmen, ohne dass ein großer operativer Schnitt nötig ist. Da die eingesetzten Instrumente dabei direkt in Kontakt mit dem Körperinneren kommen, spielen Technik und Hygiene die Hauptrolle. Die Investition in hochspezialisierte Medizintechnik und eine optimierte Infrastruktur dienen dazu, die diagnostische Sicherheit und die Hygienestandards nachhaltig zu stärken. „Unsere ‚Hintergrund-Infrastruktur‘ ist für Außenstehende oft unsichtbar“, erklärt Marita Schönemann, Verwaltungsdirektorin des Klinikums „Aber sie ist eine zentrale Voraussetzung für Hygiene, Patientensicherheit und zukunftsfähige Versorgung.“
Voraussetzung für die neue Sanierung war der Bau einer neuen Druckluftanlage. In einem modernen Krankenhaus ist medizinische Druckluft unverzichtbar. Sie treibt nicht nur Werkzeuge an, sondern ist essenziell für die Reinigung und Trocknung der hochsensiblen Endoskope nach der Untersuchung. Die neue Anlage arbeitet effizienter, ausfallsicherer und kommt als System-Upgrade dem gesamten Haus zugute. Die bauliche Neugestaltung in der Endoskopie betraf das „Herz“ der Endoskopie: die Aufbereitungseinheit für die flexiblen Endoskope (AEMP). Bislang gab es eine 1-Raum-Lösung, in der lediglich eine Bereichstrennung der Bereiche „unrein“ (Endoskope vor der Aufbereitung) und „rein“ (Endoskope nach der Aufbereitung) gegeben war. Nun wurde eine 2-Raum-Lösung verwirklicht mit kompletter räumlicher Trennung dieser beiden Bereiche, wodurch die Patientensicherheit nochmals gesteigert wird. 3 hochmoderne Durchreiche-Waschmaschinen (RDG-E) mit je 3 Waschplätzen sowie 4 Trockenschränke mit insgesamt 32 Lagerungsplätzen für Endoskope wurden implementiert. Damit wird die Aufbereitungskapazität von bislang zeitgleich 5 Endoskope auf 9 Endoskope gesteigert. Somit ist die Endoskopie des Werner Forßmann Klinikums zum einen auf eine Steigerung der Untersuchungskapazitäten sowie auf mögliche immer strengere Hygienerichtlinien bestens vorbereitet. Ein lückenloses digitales Überwachungssystem dokumentiert zudem jeden der fünf Reinigungsschritte der Instrumente. Diese Digitalisierung fungiert als zusätzliche Sicherheitsebene, um die hohen Hygienestandards transparent und nachvollziehbar zu gestalten.
Dass dieses Projekt realisiert werden konnte, ist vor allem der logistischen Abstimmung und dem Engagement des Personals zu verdanken. Auch aus den angrenzenden Fachbereichen gab es Anerkennung. Der Chefarzt des benachbarten Notfallzentrums, Dr. Dr. Sebastian Stenkamp, richtete wertschätzende Worte an das gesamte Team: Er betonte, wie beeindruckend es gewesen sei, dass die Kolleginnen und Kollegen trotz der Belastungen durch die Bauphase jederzeit füreinander und für die Patienten da waren. Gerade für die Notfallmedizin sei diese Verlässlichkeit ein unverzichtbarer Anker gewesen.
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Fotos: Annalena Ortmann, GLG


