32 Jahre für die Geburtshilfe
Nach mehr als drei Jahrzehnten im Dienst der Gesundheit verlässt eine vertraute Person die Eberswalder Frauenheilkunde: Oberärztin Dr. Ellen Schmidt verabschiedet sich nach 32 Jahren am GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde in den wohlverdienten Ruhestand. Der Abschied fand bewusst im kleinen Rahmen statt: Ihr Team hatte sie bereits vorab sehr emotional geehrt. GLG-Geschäftsführerin Dr. Steffi Miroslau, Forßmann-Verwaltungsdirektorin Marita Schönemann sowie Dr. Thomas Michel, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, kamen im Anschluss für ein persönliches und herzliches Dankeschön vorbei.
„Dr. Ellen Schmidt war eine ganz wichtige Stütze der Geburtshilfe hier bei uns in Eberswalde“, blickt Chefarzt Dr. Thomas Michel zurück. Auch wenn die Nachfolge mit den Fachärztinnen Svitlana Eirich und Anna Hesse schon geregelt und eingearbeitet ist, spricht er stellvertretend für das gesamte Team der Geburtshilfe davon, dass der Abschied der langjährigen Oberärztin vor allem menschlich eine spürbare Lücke im Team hinterlassen wird.
Die 32 Dienstjahre von Dr. Ellen Schmidt stehen gleichzeitig für einen tiefgreifenden Wandel der gesamten Geburtshilfe in Brandenburg. Als sie Anfang der 1990er Jahre in Eberswalde begann, war der Klinikalltag rund um die Entbindung noch von starren medizinischen Abläufen geprägt. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Geburtshilfe im Land grundlegend modernisiert und ist spürbar familiärer, sanfter und individueller geworden. Diesen Weg hin zu einer modernen, zugewandten Begleitung von Schwangeren hat die Medizinerin in Eberswalde entscheidend mitgeprägt.
„Dr. Ellen Schmidt war maßgeblich daran beteiligt, dass das GLG Werner Forßmann Klinikum heute als pränataler Schwerpunkt mit eigener Neonatologie eine tragende Rolle bei der Versorgung in der Region einnimmt“, sagt GLG-Geschäftsführerin Dr. Steffi Miroslau, die ihr damals diese Stelle sogar aufgrund einer ihrer Qualifikationen empfohlen hatte.
„Dafür kann ich mich nur bedanken“, meint Dr. Ellen Schmidt und führt aus: „Ich bin jeden Tag gerne zur Arbeit gekommen, auch weil wir hier im Klinikum mit den anderen Fachbereichen immer gut zusammenarbeiten.“ Besonders wichtig war ihr der enge und kollegiale Austausch mit der Kinderklinik. „Für uns in der Geburtshilfe standen immer unsere Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt“, betont die angehende Ruheständlerin rückblickend.
Ein großes Lob richtet sie zum Abschied an die Hebammen des Hauses, die die Ausrichtung der Geburtsklinik maßgeblich prägen. Durch dieses vertrauensvolle Miteinander werden werdende Mütter in Eberswalde genau dort abgeholt, wo sie emotional und körperlich stehen, ohne sie in eine bestimmte Richtung zu drängen.
„Dies soll auch in Zukunft so bleiben“, wünscht sich Dr. Ellen Schmidt.