GLG Fachklinik Wolletzsee führt neue Therapie ein / Erste-Hilfe-Kurse für Grundschüler
Neues Therapieangebot
Sport, Ernährung, Sprachtherapie – in der GLG Fachklinik Wolletzsee gibt es eine Vielzahl von Therapieangeboten, die die Patienten mit kardiologischen oder neurologischen Erkrankungen wieder fit machen sollen für den Alltag mit Beruf und Familie. Jetzt kommt ein neues Feld hinzu: die Therapie „Achtsamkeit in der Natur“. Entwickelt wurde das neue Angebot von Ines Michel, die den Kurs zusammen mit Kollegen erdachte und sich dann intensiv, unter anderem durch eine zertifizierte Weiterbildung, mit dem Einfluss der Natur auf Körper und Seele der Rehabilitanden beschäftigte.
Worum geht‘s? „Der Kurs dient dazu, die Aufmerksamkeit bewusst auf Eindrücke in der natürlichen Umgebung zu richten. Also zu hören, wie der Wind durch die Bäume geht, oder zu fühlen, wie die Sonne die Haut wärmt“, erklärt Ines Michel. Ganz bewusst sollen die Patienten den Moment wahrnehmen, ohne zu grübeln, an gestern oder morgen zu denken oder sich mit belastenden Gedanken zu beschäftigen. „Nur das Hier und Jetzt zählt“, verdeutlicht die Wolletzer Ergotherapeutin.
Was so einfach klingt, ist es meist nicht. Das haben nicht nur die ersten Patienten des neuen Kurses gespürt, das weiß natürlich auch die Kursleiterin. „Den einen fällt es schwer, die Stille auszuhalten, andere können sich schlecht konzentrieren. Dennoch wurde das Angebot sehr gut angenommen, sodass wir es nach den Long-Covid-Patienten, die als Erstes teilgenommen haben, auch auf unsere Rehabilitanden mit anderen Krankheitsbildern erweitern werden“, erzählt die Kursleiterin. Warum aber ist ein spezielles Therapieangebot überhaupt nötig, wo die Natur in Wolletz doch ohnehin „Partner“ in der Rehabilitation ist? „In den anderen Therapien geht es darum, zum Beispiel bei Ausflügen in der Natur ein bestimmtes Leistungsniveau zu haben und durch Training (wieder) zu erreichen. Im Achtsamkeits-Kurs soll genau das vergessen werden. Es geht nicht um eine Leistung, sondern um die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers in der Natur, das Spüren von allen Sinnen, sich selbst ganz auf sich selbst zu fokussieren“, begründet Ines Michel. Die Wirkung sei nachhaltig, denn die Teilnehmer verbessern Aufmerksamkeit und Konzentration, können Stress besser bewältigen, stärken ihre Selbstwahrnehmung und damit auch ihr emotionales und körperliches Wohlbefinden. „Und ganz wichtig: Jeder hat sein eigenes Tempo. Und das darf er in diesem Kurs auch ausleben.“
Grundschüler für Notfälle gerüstet
Druckverband, Rettungsgriff, blutende Wunden – viele Menschen fühlen sich in medizinischen Notfällen oft überfordert und wissen nicht, was zu tun ist. Wie’s richtig geht, das können ihnen nun die Gustav-Bruhn-Grundschüler aus Angermünde zeigen. Sie haben nämlich in einem intensiven Erste-Hilfe-Kurs gelernt, wie die stabile Seitenlage auszusehen hat, wie schnell ein Druckverband angelegt wird und auch wie Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung funktionieren. Ihr neues Wissen haben sie vom engagierten Team der GLG Fachklinik Wolletzsee erfahren. Stationsleiterin Judith Sommerfeld und weitere vier Mitarbeiter des Fachkrankenhauses unter der Leitung der Pflegedienstleitung Nicole Koepernick führten den mehrwöchigen Erste-Hilfe-Kurs durch, an dem insgesamt 492 Schülerinnen und Schüler teilnahmen.
Ziel des Projekts war es, den Kindern auf spielerische und altersgerechte Weise die Grundlagen der Ersten Hilfe näherzubringen. Gemeinsam lernten sie, wie sie in Notfallsituationen richtig reagieren, einen Notruf absetzen, kleine Verletzungen versorgen und anderen Menschen helfen können. Mit praktischen Übungen, anschaulichen Demonstrationen und vielen Mitmachaktionen konnten die Kinder ihr neues Wissen direkt anwenden. Denn: Nur Nichtstun gefährdet Leben. Wer auch in Notfallsituationen besonnen bleibt, der kann auch helfen – egal, in welchem Alter.
Das Team der GLG Fachklinik Wolletzsee ist in der Region verwurzelt. Einige Mitarbeiter haben etwa selbst Kinder in der Bruhn-Grundschule oder wollen einfach auch außerhalb der Klinik helfen, wenn sie angefragt werden. Die Wolletzer überlegten also nicht lange und kamen dem Wunsch von Eltern, Lehrern und Schülern gern entgegen. Das Fazit: „Die Begeisterung war während des gesamten Kurses deutlich spürbar. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit großem Interesse, stellten viele Fragen und meisterten die practical Übungen mit viel Eifer. Besonders das Anlegen von Verbänden und das Üben der stabilen Seitenlage sorgten für viele strahlende Gesichter und ein großes Erfolgserlebnis“, berichtet Nicole Koepernick. Auch die Lehrkräfte zeigten sich beeindruckt von der kindgerechten Vermittlung der Inhalte und lobten die abwechslungsreiche Gestaltung des Kurses. „Die positive Rückmeldung der Eltern bestätigte ebenfalls, wie wichtig und wertvoll solche Angebote bereits im Grundschulalter sind. Viele Eltern berichteten, dass ihre Kinder zu Hause stolz von ihren neu erlernten Fähigkeiten erzählten und motiviert waren, ihr Wissen mit der Familie zu teilen“, beschreibt die Pflegedienstleiterin.
Auch für die Profis aus Wolletz waren die Kurse in Angermünde eine besondere Bereicherung. „Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder frühzeitig für das Thema Erste Hilfe zu sensibilisieren und ihnen die Sicherheit zu vermitteln, dass jeder helfen kann – unabhängig vom Alter“, unterstreicht Nicole Koepernick. Das Team der Wolletzklinik möchte sich herzlich bei der Schulleitung Frau Gründel und bei allen Lehrern für die gute Zusammenarbeit sowie bei allen Schülerinnen und Schülern für das große Interesse und den Spaß am Mitmachen bedanken. Der gelungene Erste-Hilfe-Kurs habe gezeigt, wie wichtig gemeinsames Lernen und gelebte Hilfsbereitschaft sind. „Wir freuen uns bereits auf weitere gemeinsame Projekte“, heißt es aus Wolletz.
Ferienkids mit Agenda-Diplom
Kein Sommer ohne Besuch von neugierigen Ferienkids in der GLG Fachklinik Wolletzsee! Auch in diesen Sommerferien freute sich das Klinikteam über Grundschulkinder, die im Rahmen der Ferienaktion „Agenda-Diplom“ eine Entdeckungstour durch die Reha-Einrichtung machten. Dabei durfte nicht nur in jede Ecke geschaut und jede Frage gestellt werden, die Kids konnten auch selbst einmal erfahren, was die Patienten in einer Reha eigentlich alles selbst machen können, um wieder richtig gesund zu werden. Ob Kunst, Musik oder auch Bewegung an der frischen Luft – die Ferienkinder waren mit Feuereifer dabei und begeisterten damit nicht zuletzt die engagierten Gastgeber.