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Glaukom (Grüner Star)
In unserer Klinik werden neben einer Beratung mit weiterführender Glaukomdiagnostik vielfältige operative und laserchirurgische Glaukombehandlungsverfahren angeboten.
Grüner Star
Der Grüne Star (Glaukom) ist eine langsam fortschreitende chronische Augenerkrankung, bei der der Sehnerv irreversibel geschädigt wird. Dadurch wird das Sehfeld (Gesichtsfeld) zunehmend eingeschränkt. Einmal eingetretene glaukombedingte Schäden sind nicht mehr rückbildungsfähig. Die Ursache ist häufig ein zu hoher Augeninnendruck, der mit Augentropfen, Lasereingriffen und Operationen behandelt werden kann. In dem Anfangsstadium spüren Betroffene meist kaum Symptome. Daher spielt die Früherkennung und rechtzeitige Behandlung eine bedeutende Rolle, um eine Erblindung im Rahmen der Glaukomerkrankung zu verhindern.
In unserer Klinik besteht die Option einer weiterführenden Glaukomdiagnostik mittels Gesichtsfeld, Papillen-OCT, Pachymetrie sowie Tagestensioprofile mit 24-Stunden-Blutdruckmessung, um das Auftreten nächtlicher Augendruckschwankungen zu erfassen.
Nach ausführlicher Diagnostik, die bereits ambulant durchgeführt werden kann, empfehlen wir die für Sie individuell passende Therapieoption.
In unserem Haus angebotene operative und laserchirurgische Verfahren umfassen unter anderem:
Operative Verfahren:
Durch Eröffnung eines kleinen Bereichs in der Augenwand kann ein zusätzlicher, künstlicher Kammerwasserabfluss unter die Bindehaut geschaffen werden. Die entstehende geringe Vorwölbung unter dem Oberlid durch den zusätzlichen Abfluss wird als Filterkissen bezeichnet.
Minimal-invasive Glaukomchirurgieverfahren (MIGS)
Bei dieser Behandlung wird in den natürlichen Augeninnenflüssigkeitsabfluss ein feiner Draht eingeführt. Im Anschluss wird der Abfluss mit einem viskösen Gel über einen Bereich von 360 Grad erweitert und der Draht entfernt. Dadurch kann das Augeninnenwasser leichter in den dahinter liegenden Abflusskanal gelangen.
Zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses können kleine Implantate (Stents) durch das Trabekelmaschenwerk in den Schlemm-Kanal eingesetzt werden. Die Operation dient der Verbesserung des trabekulären Kammerwasserabflusses.
Zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses kann ein Implantat von der Vorderkammer in den suprachoroidalen Raum (zwischen Aderhaut und Lederhaut) eingesetzt werden. Die Operation dient der Verbesserung des uveoskleralen Kammerwasserabflusses.
Ein dünner Schlauch wird von der vorderen Augenkammer unter die Bindehaut positioniert. Dadurch kann ein zusätzlicher, künstlicher Augeninnenflüssigkeitsabfluss geschaffen werden. Diese geringe Vorwölbung der Abflussstrecke wird als Filterkissen bezeichnet.
Sollte das Maschenwerk im Augenwasserabflussbereich durch Pigment verlegt sein, kann das Pigment über die Vorderkammer abgesaugt werden. Die Trabekelwerkaspiration wird vor allem beim PEX-Glaukom angewendet.
Kombinationsmöglichkeiten mit Cataract (Grauer Star)-Operation
Laserchirurgische Verfahren
Der Ziliarkörper ist unter anderem zuständig für die Produktion von Augeninnenflüssigkeit. Durch Verödung einzelner Bereiche des Strahlenkörpers mit Laserkoagulation (Hitze) wird weniger Augeninnenflüssigkeit gebildet. Der ambulante Eingriff erfolgt mit einer Lasersonde, die auf verschiedene Stellen der Bindehaut aufgesetzt wird.
Mittels Laser wird eine lokalisierte Öffnung in der Regenbogenhaut (Iris) geschaffen. Dies ermöglichkeit einen direkten Übertritt der Augeninnenflüssigkeit von der hinteren in die vordere Augenkammer.
Dazu wird in Tropfbetäubung ein Kontaktglas auf die Hornhaut gesetzt, um das Irisgewebe mit dem Laserstrahl fokussieren zu können. Da die Regenbogenhaut überwiegend schmerzunempfindlich ist, ist der Eingriff meist schmerzfrei.
Während der Laserbehandlung sitzt der Patient mit aufgestütztem Kinn an einer speziellen Spaltlampe. Die Iridotomie ist vor allem bei engem Kammerwinkel (Engwinkelglaukom) empfohlen.
Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant.