Glioblastom – Diagnostik und Behandlung

Spezialisierte Hirntumorchirurgie in Eberswalde

Das Glioblastom ist ein Hirntumor, der aus Zellen des zentralen Nervensystems entsteht. Er gehört zu den häufigsten primären bösartigen Hirntumoren bei Erwachsenen und zeichnet sich durch ein rasches, infiltratives Wachstum aus.

Die Klinik für Neurochirurgie am GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde bietet moderne operative Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Glioblastomen. Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen für Neurologie, Radiologie, Onkologie und Strahlentherapie.

In unserer neuroonkologischen Tumorkonferenz werden die Befunde gemeinsam beurteilt und die weiteren Behandlungsschritte individuell abgestimmt.

Welche Beschwerden kann ein Glioblastom verursachen?

Die Beschwerden hängen vor allem von Größe und Lage des Tumors ab. Mögliche Symptome sind:

  • Neu aufgetretene epileptische Anfälle
  • Lähmungen oder Gefühlsstörungen
  • Sprach- und Sehstörungen
  • Veränderungen von Gedächtnis, Konzentration oder Persönlichkeit
  • Kopfschmerzen, Übelkeit oder zunehmende Bewusstseinsstörungen

Die wichtigste bildgebende Untersuchung ist die Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns mit Kontrastmittel.

Operative Behandlung des Glioblastoms

Wenn eine Operation möglich und sinnvoll ist, streben wir eine möglichst weitgehende Entfernung des kontrastmittelaufnehmenden Tumoranteils an, ohne wichtige Hirnfunktionen zu gefährden.

Hierfür stehen verschiedene moderne Verfahren zur Verfügung.

Neuronavigation

Die computergestützte Neuronavigation ermöglicht die räumliche Orientierung anhand der präoperativen Bildgebung und unterstützt die Planung des operativen Zugangs sowie die Tumorentfernung.

5-ALA-Fluoreszenz

Bei geeigneten Glioblastomen setzen wir die fluoreszenzgestützte Tumorchirurgie mit 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) ein. Tumorgewebe kann dadurch unter speziellen Lichtbedingungen während der Operation besser erkennbar werden.

Intraoperatives Neuromonitoring und Wachoperation

Liegt der Tumor in der Nähe wichtiger Hirnregionen, können elektrische Funktionsüberwachung und direkte Hirnstimulation eingesetzt werden.

Bei ausgewählten Patienten kann eine Wachoperation sinnvoll sein, um beispielsweise die Sprachfunktion während des Eingriffs zu überprüfen.

Stereotaktische Hirntumorbiopsie

Ist eine größere Tumorentfernung nicht sinnvoll oder nicht sicher möglich, kann eine gezielte Gewebeentnahme zur Diagnosesicherung erfolgen. Hierfür stehen navigationsgestützte Verfahren zur Verfügung.

Molekulare Diagnostik

Für die genaue Diagnose ist die feingewebliche und molekulare Untersuchung des Tumorgewebes entscheidend.

Zu den wichtigen Untersuchungen gehören unter anderem der IDH-Status und die MGMT-Promotor-Methylierung.

Diese Befunde helfen, den Tumor nach der aktuellen WHO-Klassifikation einzuordnen und die weitere Behandlung zu planen.

Weiterbehandlung nach der Operation

Die operative Behandlung ist in der Regel der erste Schritt eines umfassenden Therapiekonzepts.

Bei geeigneten Patienten schließt sich üblicherweise eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie mit Temozolomid an. Je nach Alter, Allgemeinzustand und molekularen Eigenschaften des Tumors können andere Behandlungsschemata sinnvoll sein.

Auch bei einem erneuten Tumorwachstum werden die Möglichkeiten einer weiteren Operation, Bestrahlung, medikamentösen Therapie oder Studienteilnahme individuell geprüft.

Neuroonkologische Konferenz – alle Spezialisten im Austausch

Die Behandlung eines Glioblastoms erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.

In der neuroonkologischen Konferenz werden Diagnostik, Operationsmöglichkeiten und ergänzende Therapien gemeinsam abgestimmt.

Beratung und Zweitmeinung

Bei Verdacht auf ein Glioblastom, nach einer neuen Diagnose oder bei erneutem Tumorwachstum können Sie sich in unserer neurochirurgischen Sprechstunde vorstellen.

Bitte bringen Sie vorhandene MRT-Aufnahmen und ärztliche Befunde mit.

Beratung und Terminvereinbarung

Klinik für Neurochirurgie
GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde
Terminvereinbarung: 03334 69-2366