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Hirnmetastasen – Diagnostik und Behandlung
Interdisziplinäre Behandlung von Hirnmetastasen in Eberswalde
Hirnmetastasen sind Absiedlungen bösartiger Tumoren anderer Organe im Gehirn. Sie gehören zu den häufigsten Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems bei Erwachsenen.
Besonders häufig entstehen Hirnmetastasen bei Lungenkrebs, Brustkrebs, malignem Melanom, Nierenzellkarzinom und weiteren Krebserkrankungen.
Die Behandlung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Neurologie und Radiologie.
Die Therapieplanung erfolgt in der interdisziplinären neuroonkologischen Konferenz.
Welche Beschwerden verursachen Hirnmetastasen?
Die Symptome hängen von Größe, Anzahl und Lokalisation der Metastasen ab. Mögliche Beschwerden sind:
- Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
- Lähmungen und Gefühlsstörungen
- Sprach- oder Sehstörungen
- Epileptische Anfälle
- Gangstörungen und Schwindel
- Veränderungen der Konzentration oder des Bewusstseins
Zur Diagnostik dient insbesondere die kontrastmittelgestützte Magnetresonanztomographie des Gehirns.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Tumorerkrankung, der Anzahl und Größe der Hirnmetastasen, ihrer Lage und dem Allgemeinzustand des Patienten.
Operative Entfernung von Hirnmetastasen
Eine Operation kann insbesondere sinnvoll sein bei größeren, symptomatischen oder raumfordernden Metastasen sowie bei unklarer Diagnose.
Ziel ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumors unter Schonung des gesunden Hirngewebes.
Wir setzen hierzu mikrochirurgische Verfahren, Neuronavigation und bei Bedarf intraoperatives Neuromonitoring ein.
Auch bei mehreren Hirnmetastasen kann eine Operation einzelner Herde sinnvoll sein, beispielsweise zur Entlastung wichtiger Hirnstrukturen.
Stereotaktische Strahlentherapie
Bei geeigneten Hirnmetastasen kann eine hochpräzise stereotaktische Bestrahlung eingesetzt werden.
Sie ermöglicht eine gezielte Behandlung einzelner Tumorherde und kann auch nach einer Operation zur Behandlung der Resektionshöhle sinnvoll sein.
Medikamentöse Tumortherapie
Abhängig von der zugrunde liegenden Krebserkrankung kommen Chemotherapie, zielgerichtete Medikamente oder Immuntherapien infrage.
Die Auswahl richtet sich unter anderem nach der Tumorbiologie und bereits erfolgten Behandlungen.
Neuroonkologische Tumorkonferenz
Die Behandlung von Hirnmetastasen ist Teil eines umfassenden onkologischen Therapiekonzepts.
In unserer neuroonkologischen Konferenz werden die operativen, strahlentherapeutischen und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gemeinsam beurteilt.
Dabei berücksichtigen wir auch die Kontrolle der zugrunde liegenden Krebserkrankung und die Lebensqualität des Patienten.
Nachsorge und weitere Betreuung
Nach einer Behandlung sind regelmäßige MRT-Kontrollen erforderlich, um den Behandlungserfolg zu beurteilen und neue Tumorherde frühzeitig zu erkennen.
Die Nachsorge wird mit den beteiligten onkologischen Fachabteilungen abgestimmt.
Beratung und Zweitmeinung
Bei neu diagnostizierten Hirnmetastasen, neurologischen Beschwerden oder Fragen zur operativen Behandlung bieten wir eine neurochirurgische Beurteilung an.
Beratung und Terminvereinbarung
Klinik für Neurochirurgie
GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde
Terminvereinbarung: 03334 69-2366