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Rückenmarkstumoren – Intradurale Tumoren des Rückenmarks und der Rückenmarkshäute
Spezialisierte mikrochirurgische Behandlung in Eberswalde
Tumoren innerhalb des Wirbelkanals können das Rückenmark, die Nervenwurzeln und die umgebenden Hirnhäute betreffen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu empfindlichen Nervenstrukturen erfordern sie eine besonders sorgfältige Operationsplanung und spezialisierte mikrochirurgische Verfahren.
Die Klinik für Neurochirurgie am GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde behandelt intradurale Tumoren der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.
Bei der operativen Behandlung setzen wir moderne Operationsmikroskope, mikrochirurgische Instrumente und intraoperatives Neuromonitoring ein.
Unser Ziel ist eine möglichst vollständige Tumorentfernung unter bestmöglicher Schonung der neurologischen Funktionen.
Welche intraduralen Tumoren gibt es?
Man unterscheidet zwei wesentliche Gruppen.
Intradural-extramedulläre Tumoren
Diese Tumoren befinden sich innerhalb der Rückenmarkshaut, aber außerhalb des eigentlichen Rückenmarks.
Zu ihnen gehören insbesondere:
Spinale Meningeome
Spinale Meningeome entstehen aus Zellen der Rückenmarkshäute. Sie sind überwiegend gutartig und können durch langsames Wachstum das Rückenmark zunehmend komprimieren.
Schwannome und Neurofibrome
Diese Tumoren entstehen aus Zellen der Nervenscheiden. Sie können an den Nervenwurzeln auftreten und Schmerzen, Gefühlsstörungen oder neurologische Ausfälle verursachen.
Intramedulläre Tumoren
Intramedulläre Tumoren entstehen innerhalb des Rückenmarks und stellen besonders hohe Anforderungen an die operative Behandlung.
Ependymome
Ependymome sind Tumoren, die häufig relativ gut vom umgebenden Rückenmarksgewebe abgegrenzt sein können. Bei geeigneter Lage ist eine vollständige mikrochirurgische Entfernung möglich.
Astrozytome
Astrozytome können diffus in das Rückenmarksgewebe einwachsen. Die operative Strategie muss deshalb besonders sorgfältig zwischen Tumorentfernung und Erhalt neurologischer Funktionen abwägen.
Hämangioblastome
Hämangioblastome sind stark durchblutete Tumoren, die unter anderem im Rückenmark auftreten können. Die Behandlung erfordert eine präzise Darstellung und Schonung der Gefäßversorgung.
Welche Beschwerden verursachen Rückenmarkstumoren?
Die Symptome entwickeln sich häufig schleichend und hängen von der Lage und Größe des Tumors ab.
Mögliche Beschwerden sind:
- Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
- Ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine
- Gefühlsstörungen und Taubheitsgefühle
- Muskelschwäche oder Lähmungen
- Gang- und Gleichgewichtsstörungen
- Störungen der Blasen- und Darmfunktion
Die wichtigste Untersuchung ist die MRT der betroffenen Wirbelsäulenregion mit Kontrastmittel.
Mikrochirurgische Tumorentfernung
Wenn eine Operation erforderlich ist, erfolgt die Behandlung unter Verwendung eines hochauflösenden Operationsmikroskops.
Abhängig von der Tumorlokalisation wird der Wirbelkanal eröffnet und der Tumor unter Schonung der Nervenstrukturen entfernt.
Bei geeigneten Tumoren ist eine vollständige Entfernung möglich. Bei diffus wachsenden intramedullären Tumoren kann eine begrenzte Resektion oder Biopsie die sicherere Strategie sein.
Intraoperatives Neuromonitoring
Bei der Operation von Rückenmarkstumoren hat der Schutz der neurologischen Funktionen besondere Bedeutung.
Wir setzen intraoperatives Neuromonitoring ein, um die Funktion wichtiger motorischer und sensibler Nervenbahnen während des Eingriffs zu überwachen.
Dabei können unter anderem motorisch evozierte Potenziale (MEP) und somatosensorisch evozierte Potenziale (SSEP) abgeleitet werden.
Interdisziplinäre Therapieplanung
Bei Tumoren des Rückenmarks und der Rückenmarkshäute erfolgt die Behandlungsplanung in enger Zusammenarbeit mit Neurologie, Radiologie und bei Bedarf Onkologie und Strahlentherapie.
Insbesondere bei bösartigen, wiederkehrenden oder nicht vollständig entfernbaren Tumoren wird die weitere Behandlung in der neuroonkologischen Konferenz abgestimmt.
Nachbehandlung und Verlaufskontrollen
Nach einer Operation werden die neurologischen Funktionen kontrolliert und die weitere Behandlung festgelegt.
Abhängig vom Tumortyp und vom Ausmaß der Entfernung können regelmäßige MRT-Kontrollen, Rehabilitation oder ergänzende onkologische Therapien erforderlich sein.
Beratung und Zweitmeinung
Bei einem neu diagnostizierten Rückenmarkstumor, zunehmenden neurologischen Beschwerden oder Fragen zur operativen Behandlung bieten wir eine spezialisierte neurochirurgische Beurteilung an.
Beratung und Terminvereinbarung
Klinik für Neurochirurgie
GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde
Terminvereinbarung: 03334 69-2366