Lidfehlstellungen treten oft in Folge von altersbedingter Gewebeerschlaffung auf.
Beim Ektropium kommt es zum Auswärtsdrehen des Augenlides. Das fehlende Anliegen der Lidkante an der Augenoberfläche führt zum vermehrten Tränen der Augen mit Verlust von Tränenflüssigkeit, unzureichender Befeuchtung der Augenoberfläche und einhergehender Augenrötung bis zu Entzündungen.
Beim Entropium kommt es zum Einwärtsdrehen des Augenlides. Die Verlagerung der einwärts gedrehten Wimpern auf die Augenoberfläche kann zu einem unangenehmen Reiben bis hin zu ausgeprägten Entzündungen der Bindehaut und Hornhaut führen.
Lidfehlstellungen können ein- oder beidseitig auftreten. Die operative Korrektur der Lidstellung kann in örtlicher Betäubung erfolgen.
Xanthelasmen sind gelbliche, leicht erhabene Cholesterinablagerungen in der Haut im Bereich der Augenlider. Obwohl sie häufig mit erhöhten Blutfettwerten in Verbindung gebracht werden, können sie auch bei Menschen mit normalen Cholesterinwerten entstehen. Sie sind gutartig und verursachen in der Regel keine Beschwerden, können aber optisch als störend empfunden werden. In diesem Fall können die Xanthelasmen mittels eines kleinen ambulanten Eingriffs in Lokanaästhesie entfernt werden.
Ein Fettprolaps am Auge entsteht, wenn sich das natürliche Fettgewebe der Augenhöhle nach vorne vorwölbt und als gelbliche oder weißliche Erhebung unter der Bindehaut sichtbar wird. Es handelt sich in der Regel um eine gutartige Veränderung. Wenn der Fettproplaps Beschwerden verursacht oder ästhetisch beeinträchtigt, kann er durch einen kleinen operativen Eingriff in örtlicher Betäubung entfernt werden.